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Klarinette und Rhythmik

 

Mein Rhythmikstudium

Ein paar persönliche Eindrücke aus meiner Studienzeit

Neben dem eigentlichen Rhythmikunterricht gibt es auch das Fach "Rhythmik mit Geräten". Jede Einheit, welche auch über mehrere Stunden verteilt sein kann, beschäftigt sich mit einem anderen Gerät oder Material. Natürlich werden die typischen oder traditionellen Geräte der Rhythmik, wie z.B. Seile, Bälle, Tücher und Reifen, behandelt, doch kann im Grunde fast alles im Unterricht oder bei Gestaltungen verwendung finden (Styropor, Möbel, Koffer etc.) - der Fantasie kann man hier freien Lauf lassen. Die folgenden Bilder zeigen den Beginn einer Improvisation mit Reifen. Nach und nach wird ein Bild aufgebaut. Wobei sich die Reihenfolge der Teilnehmer spontan ergibt.

                         

Ein weiteres Reifenbild:

 

Schlagwerk

Im Fach Schlagwerk wird der Umgang mit Percussioninstrumenten und dem Orff-Schlagwerk erlernt und geübt. Körperinstrumente, verschiedene Trommeln, Kleinpercussion und Stabspiele werden im Hinblick auf Spieltechnik, Improvisationsmöglichkeiten, Einfühung in den Unterricht und Ensemblespiel behandelt. Koordinationsübungen, metrische und freimetrisch-klangliche Improvisationen, traditionelle Rhythmusmodelle, Spielstücke und Hörbeispiele sollen den Bezug zu den Instrumenten vertiefen und den Umgang mit ihnen selbstverständlicher werden lassen. Das Fach beginnt im ersten Semester und schließt mir einer Prüfung am Ende des vierten Semesters ab. Der Unterricht findet einmal wöchentlich statt.
(Quelle: Das Rhythmikstudium in Trossingen, Informationsbroschüre)

Diese, nach der Zwischenprüfung, zweite Prüfung im Laufe des Studiums ist auch die zweite Bewährungsprobe für die einzelnen Studenten, natürlich auch in technischer Hinsicht (die Conga-Etüde will geübt sein), aber vor allem in menschlicher Hinsicht wird der Jahrgang auf eine Probe gestellt. Da kommt es dann schon mal zu ernsthaften Diskussionen, wenn man sich gemeinsam auf Themensuche begibt und unterschiedliche Herangehens- und Arbeitsweisen und Interessen aufeinandertreffen. Doch hat die Einigung dann geklappt wird man mit einer tollen Produktivität belohnt, die nur leicht vom Probenstress kurz vor der Prüfung überschattet wird (das In-die- Gänge-kommen und Sich-zusammenraufen hat doch Zeit gekostet :-)).

Das Endergebnis gibt den Beteiligten auf jeden Fall ein gutes Gefühl und verleitet manchmal zu kuriosen Fotosessions:

               

Doch natürlich dürfen auch Fotos vom Schlagwerkstück selber nicht fehlen:

                    

 

KLP

Der in der Zeit nach dem Studium von mir am meisten angewandte Teil des Studiums ist der pädagogische. Hier lernt man (bez. viel häufiger Frau) in Theorie und Praxis, wie man Gruppen unterrichtet. (Hört sich jetzt etwas lapidar an, doch es steckt immens viel dahinter, aber Sabine weiß wie es geht :-)).

Hier zwei Fotos von den ersten Versuchen meinerseits:

     

 

Aufführungen

Doch auch die künstlerische Form der Rhythmik hat ihren festen Platz in Trossingen und regelmäßige Vortragsabende gehören dazu. Hier zwei Fotos vom "Magischen Quadrat" und je ein Foto von einem kurzen Reifensolo und meiner "Personalausweisnummer" beim Vortragsabend "Die Magie der Zahlen"

               

Doch durch die in dieser Ausführlichkeit an einer Musikhochschule einzigartige Ausbildung in Bewegungserziehung wird man als Rhythmiker auch für andere Klassen interessant. Unten können Sie zwei Bilder eines Musical-Abends der Sänger anschauen, bei dem Evelyn und ich tanzenderweise einen Gastauftritt hatten.

     

Im Fach Bewegungserziehung gibt es am Ende des sechsten Semesters eine umfangreiche Prüfung, deren praktischer Teil aus einem Solo zu einem selbstgewählten Bewegungsthema, aus einer spontanen Gruppenimproviation zu einer vorher nicht bekannten Musik-Collage und dem Gruppenstück des jeweiligen Jahrgangs besteht. Letzteres kann mittlerweile auf youtube angeschaut werden. Leider ist die Qualität des auf VHS aufgenommenen Videos nicht soo toll...

Trotzdem viel Spaß beim Anschauen:

 

 

Auch wenn das zugehörige Foto nicht sonderlich gut geworden ist, will ich doch ein sehr außergewöhnliches Projekt erwähnen: Im Rahmen des evang. Kirchentages 1999 in Stuttgart gestaltete die Rhythmikabteilung zusammen mit den Kirchenmusikern ein von Orgelprofessor Bossert in die Wege geleitetes Projekt auf dem Stuttgarter Hauptbahnhof. Ein Tischtennisspiel gemeinsam mit anderen Musikern nach bestimmten Spielregeln musikalisch umzusetzen war nur eine der vielen neuen Erfahrungen, die ich in diesen Tagen sammeln konnte.

 

Workshops

Während des Rhythmikstudiums gibt es viele Gelegenheiten, neue, zum Teil auch (von außen betrachtet) fast verrückte Erfahrungen zu sammeln. Die das Studium ergänzenden Angebote öffnen hier den Blick über die Rhythmik hinaus. Ein während meiner Studienzeit angebotener Workshop mit Angie Hiesl zum Thema "Performance" war ein solches. Angesichts der Fotos stellt sich mir die leicht wehmütige Frage, wann ich wohl je wieder einmal die Gelegenheit haben werde, auf einem öffentlichen Parkplatz, im Januar, stehend auf einem Tisch, ein Telefonbuch zu lesen...

                         

 

Studienfahrten

Weitere Highlight meines Studiúms waren die Fahrten nach Wien, bei denen neben dem Kennenlernen der dortigen Studieninhalte natürlich auch noch das Erkunden der schönen Stadt sein Plätzchen auf dem Zeitplan fand. Ich stellte fest, daß Trossingen mit Wien in keinster Weise mithalten kann. Nur die Rhythmikräume sind schöner und die Wege für die Studenten viel kürzer ( in Wien sind die Abteilungen der Musikhochschule in der ganzen Stadt verstreut). Allerdings werden die Rhythmikstudenten dort mit historischem Flair geradezu verwöhnt, da die Rhythmikabteilung in einem Gebäudetrakt von Schloß Schönbrunn untergebracht ist. Da macht die verdiente Pause nach den Vorträgen umso mehr Spaß (siehe Fotos). Doch auch lange Märsche durch die Straßen und Gassen Wiens fordern ihren Tribut, doch Rhythmiker kennen viele Wege der Entspannung und wissen sich immer kreativ zu helfen...

                         

 

Am Ende

des Studiums steht dann der Gestaltungsabschluß. In je einem Solostück, einem Duo und dem Gruppenstück, welches der Jahrgang gemeinsam entwickelt, gestalten die Studenten selbstsändig einen oder zwei Abende, welche von jedermann besucht werden dürfen. (Kleiner Wink mit dem Zaunpfahl :-) - aber es lohnt sich auf jeden Fall und (!) der Eintritt ist frei. Termine bei der Hochschule erfragen.) Wir nannten unsere Abende "Sinnflut". Leider gibt es fast keine Fotos. Unten das Plakat, Bilder von meinem Duo mit Stefanie Grubenmann und unserem Gruppenstück.

                         

 

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